Schwertfisch

 

Schwertfisch/Broadbill/Xyphias Gladius

 

  • Länge/Gewicht: Die bis zu 300 cm lange Form des Mittelmeers wird 200 Kilo schwer.
  • Fangzeit: Mai bis Juli August bis Dezember
  • Fangmethode: Driften/Trolling/Deepdrop
  • Die spektakulären Sprünge und die clevere Taktik im Kampf macht Ihn zu einem ganz besonderen Gegner.

Der Schwertfisch bevölkert die Balearen ganzjährig. Die besten Fangerfolge erzielen wir in den Monaten Mai bis Ende Juni und  von Mitte August bis Ende November. Im Juli beschäftigen sich die Schwertfische mit dem Laichgeschäft. Während dieser Zeit werden sie nicht von uns befischt. denn die Bestände stehen noch unter Druck und dürfen nur unter Auflagen und behutsam befischt werden.

Bewohner der Tiefe

Der Raubfisch mit dem längsten Schwert aller Schwertträger und den großen Augen, hält sich in Tiefen zwischen 150 und 600 Metern auf. Hier findet er seine Lieblingsnahrung: Kalmare und Tiefseefische. Sein Schwert dient zum Betäuben der wehrhaften Beute. Seine Augen haben extrem große Arterien, die im kalten Tiefseewasser vorteilhaft bei der Jagd sind. Durch die großen Arterien versorgen die Schwertfische die Augen mit wärmeren Blut. Das hat eine positive Wirkung auf die Sehkraft bei der Jagd nach Beute.

Mit der kalten Beute im Magen steigen die Fische zur Oberfläche um zu verdauen und um sich aufzuwärmen. Untersuchungen haben gezeigt, dass sie diese Prozedur ein bis zweimal am Tag durchführen. Nur so ist diese enorme Leistung von Tauchgängen in Tiefen von bis zu 600 Metern möglich. An den Unterwassergräben im Süden Mallorcas befindet sich reichlich  Nahrung.  Durch die Unterwasserströmungen werden Nährstoffe aus der Tiefe nach oben getrieben und eine Nahrungskette bis hin zu den großen Prädatoren ermöglicht.

Fangtechnik bei Tag und bei Nacht

Die Fangtechniken für den Broadbill Swordfish sind sehr verschieden. Wo wir den Fisch vermuten legen wir Leuchtköder aus. Auch am Tag, weil der Schwertfisch in Tiefen bis zu 600 Metern jagt. In diesem Bereich ist es immer dunkel. Der leuchtende Köder ist weithin sichtbar und hoffentlich unwiderstehlich. In diesen Tiefen herrschen enorme Drücke und Strömungen. Die Montagen werden mit bis zu vier Kilo Gewicht beschwert, um nicht weggetrieben zu werden.

Köder und Angelgerät für Schwertfisch.

Köder und Angelgerät für Schwertfisch.

Angeln wir in der Nacht haben wir weitere Techniken in der Anwendung. Beim Schleppen werden bis zu vier Ruten gleichzeitig ausgelegt. Je nach Mondphase entscheiden wir uns ob wir oberflächennah oder eher die tieferen Bereiche bis 70 Meter absuchen. Die Gummiköder mit Tintenfischstreifen werden mit bis zu 5 Knoten hinter dem Boot geschleppt. Garniert mit einem Leuchtstäbchen werden diese dann für den Schwertfisch sichtbar. Für einen Schwertfisch unwiderstehlich!

Wenn wir in der Nacht drifften, werden ebenfalls vier Ruten in verschieden Tiefen mit Lebendködern oder mit toten Kalamar angeboten.  Hierbei ist es wichtig zu erkennen wie der Fisch beißt.  Ein Beispiel: der Schwertfisch nimmt den Köder und schwimmt nach oben. Das nennen wir einen „Hebebiß“, und die Antwort sollte ein „Anhieb“sein. Ein Anhieb ist ein nach oben gerichteter Ruck. Wird dies nicht erkannt oder falsch reagiert, ist der Fisch verloren. Das heißt für uns verloren. "Da wird ein Heulen und Zähneklappern sein."